Ehemaliges Etex Gelände

Die anspruchsvolle Planungsaufgabe bestand in historischen Dimensionen an das Planungsareal mit seinen römischen Artefakten und Bodendenkmälern – wie auch in komplexen Nutzungsanforderungen an ein Neues gemischt-genutztes zeitgemäßes Quartier. Das neue Quartier soll einen städtischen Raum bilden, der den Stadtteil auf verschiedenen Ebenen mit der bestehenden Umgebung und im Inneren mit sich selbst verknüpft. Alle Elemente, die eine zukunftsfeste und gemischte Stadt bilden, sind hier vorhanden. Aus diesem Grund stellt die Planung einen Beitrag zur innovativen und smarten Stadtgestaltung im 21. Jahrhundert dar.

Das Quartier schafft durch seine Form und strukturelle Prägung mit fünfeinhalb geschossigen und einseitig zum ruhigen und zur Sonne orientierten Wohnriegeln eine klare Kante zur Autobahn. Die Wohnbebauung mit den differenzierten Blockstrukturen bietet Möglichkeiten für unterschiedlichste Wohn- und Architekturformen. Das innere Grün erzeugt eine eigene Qualität und Adresse der neuen Wohnbereiche und schafft mit der westlich angeordneten gemischten Nutzstruktur aus Arbeiten und Wohnen einen Übergang zum Gewerbe. Hier können KFZ- Handelsbetriebe, Handwerkerhöfe und andere Betriebe angesiedelt werden. Die westliche Bürozeile als Gründerzentrum, Coworking Space und Verwaltung bildet den Übergang. Die Wohngebäude mit ihren geöffneten Blockformen und klaren Vorder- und Rückseiten umschließen in Inneren der Bebauung kleine Höfe und Gärten.

Der große Platz, der die öffentlich orientierten Nutzungen wie Kaufen, Essen, Treffen, Ärztehaus, Pflege, Friseur und Abholstation verbindet, ist auch Parkplatz und genauso Pop-up Park mit temporär anderen Nutzungen. Hier entwickelt sich Öffentlichkeit, Bewegung und Austausch. Im Anschluss zu dem bestehenden Gewerbe wird weiteres Gewerbe angeordnet und bildet damit einen regulierbaren und kontrollierten Übergang über einer gemischt genutzte Zone zum Wohnen.

Geförderter und bezahlbarer Wohnraum ist in der vorgeschlagenen Grundstruktur integrierbar und verknüpft sich mit allen anderen Wohnformen. Die Orientierung im Quartier wird durch klare und wiedererkennbare Strukturierung und Adressbildung vereinfacht. Attraktive Straßenräume und öffentliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität , guter Möblierung und geschichtlicher Bezogenheit bilden einen eigenen positiven Charakter. Die Anknüpfungspunkte an den öffentlichen Nahverkehr sind auf kurzem Weg zu erreichen. Das Grundgerüst bietet die Möglichkeit der schrittweisen Entwicklung und auch der Adaption späterer Entwicklungen.

In Zusammenarbeit mit Wienstroer Architekten Stadtplaner
Stadt: Neuss
Leistung: Wettbewerbsteilnahme
Flächengröße: 7,1 ha

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